Luxattraktor

Rudolf Macher (1993)
© Sascha Osaka Imago Dei

1993 installierte Rudolf Macher auf Initiative der Kunsthalle Krems die ursprünglich temporär 

geplante Lichtinstallation „Luxattraktor“ im ehemaligen Glockenturm der Minoritenkirche Krems. Die ab der Dämmerung weithin sichtbare Installation bestand aus einem zentral gesetzten, knapp drei Meter hohen Nirosta Zylinder mit einem Durchmesser von einem Meter sowie 24 Natriumdampflampen. Jeweils drei waren entlang der acht Pfeiler der sogenannten Laterne der Kirche angebracht und verströmten bis nach Mitternacht das charakteristische, ins Orange gehende Licht. 

 

„Das Spektrum an Erleuchtungen, sowohl physischer als auch metaphysischer Natur, beschäftigt die Menschheit seit sie sich kennt. Ob Laser Meteorband, Sattori oder Teilchenrausch – die Attraktion des Lichts täuscht darüber hinweg, dass wir im Begriff sind, die Nacht zu eliminieren. (...) Es geht nicht darum, das Unsichtbare sichtbar zu machen, sondern sehen zu lassen, wie unsichtbar die Unsichtbarkeit des Sichtbaren ist.“ (Aus dem Projekttext von Rudolf Macher/ & Moni Laumer) 

 

Bereits 1997 wurde von Seiten der Stadt Krems aufgrund technischer Gegebenheiten sowohl die Art der Leuchtmittel als auch deren Positionierung abgeändert. Somit entspricht die Installation heute in ihrer Materialität sowie Lichtwirkung nicht mehr vollumfänglich dem ursprünglichen Konzept des Künstlers. 2024 wurde im Rahmen von „Klimafitte Kulturbetriebe“ die gesamte Beleuchtung auf LED umgestellt, so auch die Leuchtmittel in der Laterne.

 

„Luxattraktor“ leuchtet aktuell von Sonnenuntergang bis 23:00 Uhr und von 05:00 Uhr bis Sonnenaufgang. 

Bildmaterial zur ursprünglichen Installation finden sich unter www.koernoe.at 

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