Die Geige als Schutzschild

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Portrait des polnischen Komponisten Simon Laks

Werke von Simon Laks
Neuer Text von Doron Rabinovici im Auftrag von Festival Imago Dei

49543 - Das war die Nummer, die der polnische Komponist Simon Laks erhielt, als er im Juli 1942 nach Auschwitz-Birkenau deportiert wurde. 49543, eintätowiert in den linken Unterarm. In den ersten Wochen im Konzentrationslager muss er Schwerstarbeit verrichten. Da brauchen die Blockführer einen polnisch sprechenden vierten Mann fürs Bridge und Laks lässt beiläufig die Bemerkung fallen, er sei eigentlich Geiger und Komponist. Daraufhin wird er ins Lagerorchester versetzt.
Vom Überleben durch Musik handelt die Geschichte von Simon Laks (1901-1983). Die Geige wurde sein Schutzschild. Davon erzählt Laks auch in seinem Buch „Musik in Auschwitz“, gelesen von Cornelius Obonya. Viele Jahre führte die ebenso facettenreiche wie ansprechende Musik von Simon Laks ein Schattendasein. Als Jude, Pole, französischer Staatsbürger entzog er sich der musikgeschichtlichen Einordnung. Langsam wird er endlich wiederentdeckt. Erstmals in Österreich sind bei Festival Imago Dei seine drei verbliebenen Streichquartette mit dem polnischen Messages Quartet zu hören.
Der Schriftsteller Doron Rabinovici hat sich mit dem Menschen und Musiker Laks sowie den gesellschaftlichen Bedingungen seiner künstlerischen Arbeit intensiv auseinandergesetzt. Im Auftrag von Festival Imago Dei entsteht ein neuer literarischer Text, den der Autor selbst im Rahmen des Festivals lesen wird.

In Kooperation mit dem Polnischen Institut Wien.

Programm

Programm

Werke von Simon Laks
Neuer Text von Doron Rabinovici im Auftrag von Festival Imago Dei

Besetzung

Cornelius Obonya—Rezitation
Doron Rabinovici—Rezitation


Messages Quartet
Małgorzata Wasiucionek-Potera—Violine
Oriana Masternak—Violine
Maria Shetty—Viola
Beata Urbanek-Kalinowska—Violoncello

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