Freitag
14. April 2017

Klangraum Krems Minoritenkirche

Beginn: 19:00

 

THE GURDJIEFF ENSEMBLE
Levon Eskenian
(Arrangement & künstlerische Leitung)
Emmanuel Hovhannisyan
(Duduk, Zurna, Pku)
Norayr Gapoyan
(Duduk, Bass Duduk)
Avag Margaryan
(Pogh, Zurna)
Armen Ayvazyan
(Kamancha, Zymbal)
Aram Nikoghosyan
(Oud, Glocke)
Meri Vardanyan
(Kanun)
Vladimir Papikyan
(Gesang, Santur)
Davit Avagyan
(Tar)
Mesrop Khalatyan
(Dap, Dhol, Burvar)
Eduard Harutyunyan
(Tmbuk, Zymbal)

Werke von
Komitas
Gregor Von Narek
Georges I. Gurdjieff
Nerses Shnorhali
Simeon Yerevantsi
Mkhitar Airevanetsi 
Khachatur Taronetsi

26,- / 24,-

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The Gurdjieff Ensemble Signale göttlicher Harmonie

Das Wort des Gottessohnes wurde der Überlieferung nach von den Aposteln Judas Thaddäus und Bartholomäus in eine Region im Kaukasus getragen, auf der das Land Armenien und die älteste christliche Staatsreligion wuchs. Der armenische Mönch Grigor Narekatsi fasste an der Wende vom 10. ins 11. Jahrhundert im Kloster Narekawank die göttliche Harmonie von Mensch und Natur in Worte und Töne. Der Heilige Narekatsi wurde 2015 von Papst Franziskus auch zum Kirchenlehrer der römischkatholischen Kirche erhoben.

Das bis ins 19. Jahrhundert tradierte armenische Kirchenliedgut wurde von dem Geistlichen und Musiker Komitas Vardapet auf der Grundlage des Gesangs alter Priester in eine reformierte musikalische Liturgie überführt, darunter auch die wenigen erhaltenen Oden Narekatsis, die in ihrer Einstimmigkeit reich an melodischen, harmonischen und rhythmischen Wendungen sind. Zwei der Oden wird das Gurdjieff Ensemble zum Klingen bringen: „Havun“ (Vogel der Lüfte) und „Havik“ (schillernder Vogel), Allegorie der Auferstehung Christi und leuchtendes Zeichen des Kreuzes. Komitas hat es angesichts des Völkermords an den Armeniern während der türkischen Offensive im Kaukasus die Stimme verschlagen. Er starb in geistiger Umnachtung im Exil in Paris.

Das Gurdjieff Ensemble benannte sich nach dem Anthroposophen Georges Iwanowitsch Gurdjieff, der am Übergang vom 19. ins 20. Jahrhundert auf seinen Reisen durch die Welt und ins Innere des Geistes den „Vierten Weg“ ging und die Lehre von der harmonischen Entwicklung des Menschen schuf. Er hat Musik als authentischen Kulturträger im Nahen und Mittleren Osten, in Zentralasien, Indien und Nordafrika aufgesogen und in seiner musikalischen Sprache dokumentiert. Mit dem Musikforscher Levon Eskenian widmet sich das Gurdjieff Ensemble dieser ethnologischen Vielfalt auf typischen östlichen Instrumenten wie dem Lautenbruder Oud, dem Streichinstrument Kamancha, dem Doppelrohrblatt Zurna, der Flöte Pogh, der doppelköpfigen Basstrommel Tmbuk, dem Hackbrett Santur, dem langhalsigen Saiteninstrument Tar sowie Burvar, einem Räuchergefäß mit Schellen. 

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© Andranik Sahagyan

© Andranik Sahagyan