Freitag
03. Oktober 2008

Klangraum Krems Minoritenkirche

Gordon Monahan Theremin Pendulum

Freitag, 3. Oktober bis 12. Oktober
„Pendel & Maschinen“

Eröffnung 3. Oktober: 18.00 Kapitelsaal,
geöffnet täglich 11.00 – 17.00, an Festivaltagen 11.00 – 22.00

Klanginstallation
Ein Projekt von Gordon Monahan

Der skulpturale Aspekt von Klangerzeugung ist von jeher ein zentrales Element im Werk des Komponisten, Pianisten und Klangkünstlers Gordon Monahan: man denke etwa an die kinetische Live-Skulptur Speaker Swinging, wo Performer Lautsprecher über ihren Köpfen kreisen lassen, oder an die Äolsharfen, wo lange Saiten am Rahmen alter Klaviere festgespannt und im Freien dem Spiel des Windes überlassen werden. Monahan, der u. a. bei John Cage und James Tenney studiert hat, entwirft seit längerem computergesteuerte kinetische Sound-Environments. Technologie ist bei ihm ein integraler, sichtbarer und nachvollziehbarer Bestandteil seiner Arbeiten.

Sein Pendulum besteht aus einer beweglichen, flexiblen Theremin-Antenne, die, von einem Motor angetrieben, wie ein Pendel peitschenartig durch den völlig verdunkelten Raum wirbelt. Gesteuert von der komplexen Software MAX/MSP entstehen dabei multiple Klänge über ein Delay-System. Man glaubt den Sound von zehn verschiedenen Theremins zu hören – jenes „Ätherophons“, das der geniale Erfinder Lew Theremin schon in den 20er Jahren entwarf. Bei Eintritt in den verdunkelten Raum ist nur ein kleine LED-Lichtzelle zu sehen, die an der Spitze der Antenne angebracht ist und in unberechenbar chaotischem Muster durch den Raum pendelt – als würde ein winziger Lichtpunkt durch den Äther des Kapitelsaales schweben und dabei magische Klangwellen erzeugen.

© Charles Fox

© Charles Fox