Freitag
03. Oktober 2008

Klangraum Krems Minoritenkirche

AGRA DHARMA Makigami Koichi, Ikue Mori, Sylvie Courvoisier

Makigami Koichi: Stimme, Theremin; Ikue Mori: Elektronik;
Sylvie Courvoisier: Klavier

In Sanskrit bezeichnet „Agra-Dahrma“ die höchste Form der Weisheit – ein anspruchsvoller Titel für den Zusammenschluss dreier namhafter Improvisatoren/Echtzeit-KomponistInnen. In der Tat spielen Koichi Makigami, Ikue Mori und Sylvie Courvoisier auf höchstem Niveau: ihr Einfallsreichtum, ihre Reaktionsschnelligkeit und Wandlungsfähigkeit, ihre Subtilität und Differenziertheit, besonders aber die Komplexität ihres Spiels rechtfertigen den Namen. Die Latte liegt hoch, aber sie wird spielend überquert. „Die Musik von Agra-Dahrma ist neu und äußerst originell, sie hat rasierklingen-scharfe Kanten, klingt bisweilen wie tausend tanzende Nadeln, wie donnernde Kraft, die aus gähnenden Klüften aufsteigt, dann wieder überall mystische Fluoreszenz, Ruhe, die mit einer eigentümlichen Form von Bewegung einhergeht“, so der Kritiker Henning Bolte.

Der Avantgarde-Vokalist Makigami Koichi aus Tokyo hat einen starken Hintergrund in der Theaterszene. Er arbeitet seit langem mit Richard Foreman und war Mitglied der innovativen Gruppen Ulysses und Hikashu; Konzerte mit David Moss, Phil Minton, Keiji Haino, Lauren Newton u.v.a. Ikue Mori kam 1977 von Tokyo nach New York, wo sie als Schlagzeugerin mit Arto Lindsay die legendäre No Wave Band DNA gründete. Später entdeckte sie den Laptop nicht nur als Musikinstrument, sondern auch zur Gestaltung von Visuals. Zusammenarbeit mit John Zorn, Zeena Parkins, Kim Gordon u.v.a. Die Pianistin Sylvie Courvoisier zog 1998 von Lausanne nach New York, wo sie u.a. mit Musikern wie Tim Berne, Mark Feldman, Fred Frith und John Zorn spielte.


http://www.ikuemori.com/bio.html
http://www.makigami.com/index-e.html
http://www.sylviecourvoisier.com/

© Agra Dharma

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