Samstag
13. Oktober 2007

Klangraum Krems Minoritenkirche

The Monks


Dave Day (USA): Banjo, Stimme
Gary Burger (USA): Gitarre, Stimme
Eddie Shaw (USA): Bass, Stimme
Mike Fornatale (USA): Orgel, Stimme
Len Curiel (USA): Drums

The Monks are coming! The Monks are coming back! To the Church !! Die Beat-Legende ist auferstanden. …Kultur? Kult pur!... Es hat wahrlich viel Überzeugungsarbeit gekostet, um die Band 42 Jahre nach ihrer Gründung zu ihrem ersten und exklusiven Österreich-Auftritt in die Kremser Minoritenkirche zu bewegen.

Die jetzt wiedervereinten Monks waren eine der außergewöhnlichste Bands der 60er Jahre; kaum ein musikalisches Projekt hat auf ähnliche Weise die prägenden Widersprüche der Zeit so sinnfällig und auch persönlich schmerzhaft dekliniert. Fünf junge amerikanische GIs, stationiert in der hessischen Kleinstadt Gelnhausen, die außer ihrer Begeisterung für Musik biografisch zunächst wenig verband, gerieten mehr oder minder per Zufall in die Fänge einiger Folkwang-geschulter deutscher Avantgarde- und Pop-Art-Aktivisten. Der Rest ist Geschichte: Die früheren Torquays verwandelten sich in die "Anti-Beatles" The Monks; Kutte, geflochtene Kordel und Tonsur-Haarschnitt ersetzten die casual wear der frühen Tage. Heftige Feedback-Orgien, abgehackte, absurde Statements ("I hate you - but call me") über stetig sich wiederholenden, primitiven Rhythmen verwirrten Presse und Publikum gleichermaßen: "Krach, Krach und keine Musik", konstatierte die Bild-Zeitung treffend.

Während die Monks bereits 1967 nach nur 2-jährigem Bestehen durch das Zerwürfnis ihres unschlagbaren Management-Teams Walter Niemann und Karl H. Remy zerfielen und sich in alle Winde zerstreuten, entfaltete die Band durch ihr Erbe, das einzige Album "Black Monk Time", ihre eigentliche Wirkung erst viel später. Zahllose nachfolgende Popmusiker-Generationen berufen sich auf die Radikalität der Kappelle als wichtigsten Einfluss: Fragen Sie doch mal Genesis P. Orridge oder Jack White!

Seit Mitte der 90er Jahre spielen die Monks ganz selten wieder zusammen. Das ist keine schlappe Nostalgieveranstaltung, sondern vom Feuer, der Experimentierlust und der unbändigen Emotion der frühen Jahre geprägt. Die zeitlose Aktualität der Band demonstriert auch das Ende letzten Jahres veröffentlichte Tribute-Album "Silver Monk Time" sowie der sehenswerte, preisgekrönte Dokumentarfilm "The Transatlantic Feedback".


Im Anschluss an das Konzert wird der der Film “monks – the transatlantic feedback” (documentary film) im Klangraum Krems Minoritenkirche gezeigt.

Weiter Infos zum Film finden Sie unter:
http://www.playloud.org/themonks.html

© NOE Festival

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