Freitag
12. Oktober 2007

Klangraum Krems Minoritenkirche

Pierre Bastien „Play Meccano Play“


Pierre Bastien (F): selbstgebaute Aufnahmegeräte, Papiertrommeln u. -orgeln, Rhythmus-Apparatur, Harmonium-Spiele, rotierende Flöten u. Blasinstrumente, Klangroboter, Filmprojektoren etc.
   
Ein mechanisiertes Ensemble, futuristisch und ein wenig dadaistisch zugleich, das erstaunlicherweise sinnliche, hypnotische Musik spielen kann. Pierre Bastiens „Mecanium“ aus hybriden Klangskulpturen ist eine Art Tagtraum, den er seit 1976 verfolgt. Die Musiker seines Orchesters sind Maschinen, die er auf einer Tischbühne arrangiert, animiert und dirigiert.

„Auf meinem Arbeitstisch sind verschiedene Maschinen versammelt: das automatische Aufnahmegerät, die Papiertrommel, die Harmonium-Spieler, die roboterartige Rhythmusapparatur, die Papierschlange und Papierorgel, die rotierenden Flöten und kreisenden Tröten. Ein Camcorder filmt sie für eine Großprojektion in Echtzeit. Während des Konzertes bin ich ständig in Bewegung: Gleichzeitig bin ich ein Musiker, der mit seinen Robotern spielt, ein Mechaniker, der Teile austauscht, Geschwindigkeiten reguliert und Getriebe wechselt, ein Tontechniker, der die Klänge mischt und Lautstärken justiert, und ein Filmregisseur mit dem Auftrag, aus dem Ganzen einen Musikfilm zu drehen.“ So beschreibt Pierre Bastien sein Agieren mit dem „Mecanicum“, einem Orchester aus Teilen von Meccano-Metallbaukästen und akustischen Instrumenten verschiedenster Provenienz, das er in Krems präsentieren wird.
Pierre Bastien spielte in den 1980er Jahren mit Pascal Comelade im Belcanto Orchestra, arbeitete an zahlreichen Musik-Projekten (u.a. mit Robert Wyatt oder Issey Miyake) produzierte Musik für Theaterstücke und studierte an der Sorbonne die Literatur des 18. Jhs.

© NOE Festival

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