Samstag
13. Oktober 2007

Klangraum Krems Minoritenkirche

Nista Nije Nista


Ute-Marie Paul (D): Saxophon, Klarinette, Perkussion, Stimme
Hemma Pototschnig (A): Keyboard, Elektronik, Stimme
Rebecca Harris (AUS): Bass, Perkussion, Stimme
Nina Reisinger (D): Gitarre, Stimme

Sinnlich, reizvoll, verspielt und vertrackt – NICHTS ist nicht NICHTS –  die Band der vier Frauen, die ihre Nähmaschinen, Keyboards, Computer, Saxophone und Drums traktieren und mit scharfen Songtexten verweben.
 
„In unserer Utopie reden und erzählen wir gleichzeitig mal im Dialog mal als Kollision."
 
Auf dem direkten Trampelpfad Kunstschule – Pop, der seit den Zeiten der Stones und Beatles gespurt und sich spätestens in der Ära von Glamrock und des Punk verbreitert und endgültig etabliert hat, bewegt sich das früher in Wien beheimatete Frauen-Kollektiv Nista Nije Nista Band auf sehr eigenwillige Weise fort; trafen sich doch die vier Künstlerinnen, die heute quer über den Globus verstreut wohnen, an der Universität für angewandte Kunst in Wien: Nichtmusikerinnen und Fluxus-Performerinnen aus Deutschland, Australien und Österreich, die sich der Musik als Medium bemächtigen. Vorangetrieben vom Klappern und Surren einer Nähmaschine aus dem Fundus eines befreiten globalen Sweatshops, überlagern und kommentieren sich freie Improvisationen, Noise, absurde Sprachspiele, ironische Anspielungen, simple Songs und komplett undurchschaubare Strategien.
 
Entdeckt und auf Band gebannt wurden Nista Nije Nista von Faust-Mastermind Hans-Joachim Irmler, der, wie soll man es wissen, vielleicht beim Kremser Konzert als Gastspieler aufkreuzen wird. Erwartet wird dagegen, dass die Frauen für ihre Rückkehr nach Österreich mit einer speziellen Performance zum Thema des Abends trash ’n’ pop aufwarten werden, die womöglich auch vor ihrer übertriebenen Coverversion von "Cuckoo" der Monks nicht zurückschreckt. Sie war, ganz auf Geräusch und Stimme reduziert, letztes Jahr ein Highlight des Monks-Tribute-Albums "Silver Monk Time".

© NOE Festival

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