Freitag
14. Oktober 2005

Klangraum Krems Minoritenkirche

Ttukunak Txalaparte



Schon zur Zeit des Römischen Reiches wurde die Txalaparte in den dünnbesiedelten Gebirgsgegenden des Baskenlandes als Kommunikationsmittel verwendet. Unterschiedliche Rhythmen wurden auf Baum-stämme geschlagen, um so Nachrichten zu übermitteln. Sie kündigten Festlichkeiten an, teilten Todesfälle mit oder riefen zur Verkostung des Sidra (Apfelmost). Im Lauf der Zeit verfeinerte sich Rhythmus und Schlag-technik, aus Lärm wurde Musik.

Txalaparte sind Bretter aus Kirsch- oder Kastanienholz, an den Enden von Holzständern gestützt. Zwei Spieler, die Txalapartaris, stehen sich gegenüber, in jeder Hand einen ca. 50 cm langen und 4 cm dicken Holzstab, den sie nach verschiedensten rhythmischen Mustern auf die Bretter stampfen.

Ttukunak gehören zu den besten Txalapartaris. Sie versuchen die alten baskischen Wurzeln wiederzubeleben und bereichern den ursprünglichen Rhythmus mit innovativen Variationen und Improvisationen.


© Iosu Onandia

© Iosu Onandia