Freitag
07. Oktober 2005

Klangraum Krems Minoritenkirche

Silvia Ocougne Ilu Olonlo



Musik für 12 präparierte Gitarren

Klangregie: Christophe Meierhans

In „Ilu Olonlo" arbeitet Silvia Ocougne mit Gitarren, die aus verschiedenen Regionen Brasiliens stammen und für verschiedene brasilianische Musikrichtungen stehen, wie zum Beispiel cavaquinha, viola do coxo, banjo-bando, craviola. Dazu kommen akustische und elektrische Gitarren zum Einsatz, die unterschiedlich präpariert sind und sowohl als table guitars als auch auf traditionelle Weise ge-spielt werden. Die originalen Klänge werden zunächst akustisch mit diversen Materialien verfremdet und in einer zweiten Phase mit dem Computer bearbeitet. Die so entstehenden Klangschichten werden in den Raum projiziert – es entsteht ein Effekt, als ob traditionelle brasilianische Klänge und Rhythmen unter der Lupe oder unter Pris-men betrachtet würden: eine Re-Interpretation durch Verfremdung und Filterung. Erst das Verfremden, das Missverstehen, das kulturell und ästhetisch ein produktives ist, eröffnet neue Perspektiven auf die brasilianische Musik.


© Jürgen Dietrich

© Jürgen Dietrich