Samstag
15. Oktober 2005

Klangraum Krems Minoritenkirche

C4 I by Ryoji Ikeda. Produced by Forma.



(live audiovisual performance)

Ryoji Ikeda zählt mithin zu den einflussreichsten Vertretern aktueller audiovisueller Kunst. Seine ultraminimalistischen Kompositionen zoomen in die uns umgebende digitale Welt hinein und machen physikalische Prozesse hörbar. In seinen CDs, Installationen und Audioskulpturen, die in den wichtigsten Ausstellungen weltweit präsent sind, werden die Signale der Zukunft für das Heute generiert: rausnehmen was geht, bis nur noch pulsierende Sinustöne, pulverisierte Sounds, Linien und Punkte übrig bleiben. Für seine neue Installa-tion „C4I" hat der 2001 mit der „Goldenen Nica" der Ars Electronica ausgezeichnete Soundkünstler Anleihen aus der Kommunikations- und Informationstheorie entnommen und diese in eine audiovisuelle Performance übertragen. Digitale Daten werden zu Resonanz-Codes aus dem täglichen Leben, um die Sinne dafür zu sensibili-sieren, wie Daten Entwicklungen der Gesellschaft und der Natur kartografieren. „C4I" unterstreicht einmal mehr Ikedas Qualitäten, poetische und politische Ambitionen miteinander kurzzuschließen, Konvergenzen zwischen Philosophie, Abstraktion und Wissenschaft habhaft zu werden und mathematische Vorgänge in ein Zen-artiges Verständnis von Schönheit überzuführen.


© Ryoji Ikeda

© Ryoji Ikeda