Freitag
07. April 2017

Klangraum Krems Minoritenkirche

Beginn: 19:00

LA MONTE YOUNG

The melodic version (1984) of the second dream of the high-tension line step down transformer from the four dreams of china (1962)
in der Installation DREAM LIGHT von MARIAN ZAZEELA

THE THEATRE OF ETERNAL MUSIC BRASS ENSEMBLE
Ben Neill
Marco Blaauw
Stephen Burns
Christine Chapman
Nathan Plante
Matthew Conley
Markus Schwind
Bob Koertshuis
(Trumpets in Harmon Mutes)

26,- / 24,-

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The Theatre of Eternal Music Brass Ensemble Kathedrale der Träume

Als die Einflüsse der klassischen indischen und der japanischen Gagaku-Musik und die Riffs des Jazz mit den Frequenzen von aufgeteilten Akkordtönen in einem Strom mündeten, begann die Minimal Music zu fließen. Als musikalische Strömung von Fluxus brachte sie La Monte Young mit seinem Theatre of Eternal Music zur Aufführung. Das Fließen der Musik löst ihre rhythmischen Bestandteile auf, gleichzeitig ergeben sich aus den Wellen der Frequenzen und Repetitionen metrische Bewegungen. Vor einem Vierteljahrhundert kam La Monte Young in den Klangraum Krems Minoritenkirche und leitete beim Festival Cathedral of Dreams die österreichische Erstaufführung von „The Second Dreams of the High- Tension Line Step Down Transformer“ in der Installation „Dream Light“ seiner Ehefrau Marian Zazeela. Das Revival in der Minoritenkirche leitet der inzwischen 82-jährige Musiker nun aus der Ferne in Amerika ...

„The Four Dreams of China“ bilden ein strukturelles, stilistisches und harmonisches Bindeglied zwischen La Monte Youngs ersten notierten Werken aus lange gehaltenen Tönen und den späteren Werken, in denen Improvisation mit festgelegten Regeln und Elementen verbunden sind. Der von Joseph Beuys benützte Begriff der „sozialen Plastik“, welche die formende Kraft des Gedankens als gestalterisches Mittel einsetzt und eine Verbindung zu den Bedürfnissen jedes Einzelnen und den existierenden Problemen in der Gesellschaft herstellt, lässt sich, so der mitwirkende Trompeter Ben Neill, hervorragend auf La Monte Youngs „The Four Dreams of China“ übertragen, ein Werk, in dem ein Bündel von Regeln, das mit den Gesetzen oder der Verfassung einer Gesellschaft verglichen werden kann, die Interaktionen zwischen den Musikern bestimmt. Die acht Trompeter werden in der Minoritenkirche das Publikum umkreisen.

La Monte Young stieß während des Komponierens auf die Existenz von vier „Dream Chords“, die sich aus der Errechnung von jeweils vier Tönen in ihren Frequenzverhältnissen ergeben und zu einer harmonischen Musik aus allen Grundtönen und ihren Oberund Kombinationstönen führen. „Als ich einem dieser gehaltenen Akkorde lauschte, entstand ein eindringliches Bild vom Klang und der Zeitlosigkeit Chinas. Dieses Gefühl durchzieht die vier ,Dream Chords’ ...“

© Festival d'Automne à Paris

© Festival d'Automne à Paris

© Jung Hee Choi

© Jung Hee Choi

© Jung Hee Choi

© Jung Hee Choi