Freitag
31. März 2017

Klangraum Krems Minoritenkirche

Beginn: 19:00

NAQSH DUO
NARRANTE
CD-Präsentation
Mona Matbou Riahi
(Klarinette)
Golfam Khayam
(Gitarre)

STEFAN FRAUNBERGER
ORNAMENTRAUSCHEN
Sakina Teyna
(Stimme)
Schayan Kazemi
(Santur)
David Schweighart
(Santur)
Özgün Yarar
(Ney)
Amirkasra Zandian
(Daf, Rahmentrommel)
Stefan Fraunberger
(Santur, Komposition/Konzept)

Denis Mete

(Ney)
Amir Wahba
(Daf)


LILLEVAN
(Videoanimation)

26,- / 24,-

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Naqsh Duo & Stefan Fraunberger mit Ensemble Ornamentrauschen & Lillevan Ornamentrauschen

Das persische Wort „Naqsh“ für Ornamentik, Form und Figur in der Bildenden Kunst übertragen die Gitarristin Golfam Khayam und die Klarinettistin Mona Matbou Riahi als Duonamen auf die Musik. – „Ornamentrauschen“ von Stefan Fraunberger bezieht sich auf Stimmungssysteme und Rhythmen des persischen Musiktheoretikers Safi ad-Din al-Urmawi (12. Jahrhundert), die in Kreisen notiert wurden.

Das Naqsh Duo aus Teheran musiziert unter dem Einfluss der persischen Musikkultur, sucht aber gleichzeitig außerhalb des Iran musikalische Abenteuer. – Der Österreicher Stefan Fraunberger erweitert die Musikgeographie und kreiert musikalische Dialekte im Zusammenfließen von regionalen Codes.

Seine Klangfarbenpalette breitet das Naqsh Duo in einem Neuland zwischen persischer und zeitgenössischer Kunst aus. – Eine intuitive farbharmonische Abstraktion der Architekturen von Safi ad-Din al-Urmawi ergibt den Raum für „Ornamentrauschen“.

Die vom Naqsh Duo eingesetzten Instrumente Klarinette und Gitarre bewegen sich wie zwei Individuen auf ihren eigenen Wegen und in ihren Gegensätzen, die aufeinanderprallen, sich berühren und eins werden. – In „Ornamentrauschen“ werden unlineare Klangmelodien verschiedener Individuen auf dem persischen Hackbrett Santur, auf orientalischen Längsflöten und auf arabischen Rahmentrommeln entwickelt.

Die Musikerinnen vom Naqsh Duo suchen in der klanglichen Synthese ihrer Instrumente neue Farben, Timbres und exzentrische Verzierungen. – In „Ornamentrauschen“ verschmelzen zustandsgebundene Tempi in Kreisen aus Saiten, Leder, Luft und Stimme.

Im Naqsh Duo kann sich der Ausdruck des einen Instruments jeweils im anderen spiegeln und ungeahnte Bilder aus Stille und Frieden, Trauer und Einssein entstehen lassen. – Stefan Fraunberger sieht nach Umwälzungen kriegerischer Natur die musikalischen Stimmungssysteme seit der Aufklärung im Sinne eines nationalen Homogenisierungsprozesses in pragmatische Mathematik und verständliche Architektur gepresst. Mit „Ornamentrauschen“ will er die Entwicklungen „moderner Fundamentalismen“ kritisch betrachten.

Naqsh Duo: Facebook
Stefan Fraunberger: Homepage Soundcloud

© Hessam Samavatian

© Hessam Samavatian

© Zara Pfeifer

© Zara Pfeifer

© Lillevan

© Lillevan