Samstag
28. März 2015

Klangraum Krems Minoritenkirche

16:00 Film im Kino im Kesselhaus
Children of Prophet

19:00 Konzert

The Tallis Scholars

Peter Phillips
(Musikalische Leitung)
Amanda Morrison
Emily Atkinson
Cecilia Osmond
Amy Wood
(Sopran)
Caroline Trevor
Sian Menna
(Alt)
Steven Harrold
George Pooley
(Tenor)
Nicholas Ashby
Thomas Flint
(Bass)

Mit Werken von:
Hieronymus Praetorius
Orlando Gibbons
Arvo Pärt
John Sheppard
Sir John Tavener
Igor Strawinski
Giovanni Pierluigi
Palestrina
Jacobus Gallus
Jean Mouton
Johannes Eccard
Andrés De
Torrentes
Gustav Holst

Mit freundlicher Unterstützung von British Council Österreich


Kat I: 43,- / erm. 39,-
Kat II: 38,- / erm. 35,-

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The Tallis Scholars Metamorphosis

„Maria wallt zum Heiligtum und bringt ihr Kindlein dar, das schaut der greise Simeon, wie ihm verheißen war.
Da nimmt er Jesum in den Arm und singt im Geiste froh:  Nun fahr ich hin mit Freud, dich Heiland sah ich heut ...“
Festlied von Johannes Eccard (1553–1611)


Auf Wallfahrt durch drei christliche Konfessionen geht das englische Vokalensemble The Tallis Scholars. Peter Phillips, vor 41 Jahren Gründer und seither Leiter des wohl berühmtesten Vokalensembles unserer Zeit, hat die Gebete des „Vaterunser“ und des „Ave Maria“ sowie zwei Lobgesänge aus dem Lukas-Evangelium, „Nunc dimittis“ und „Magnificat“, ausgewählt, um an den musikalischen Verwandlungen in Werken der katholischen, anglikanischen und orthodoxen Tradition auch die faszinierenden Ähnlichkeiten über die Bekenntnisse und Jahrhunderte hinweg hörbar zu machen. Die zentralen christlichen Botschaften der Texte verschmelzen in den verschiedenen Kompositionen zu einer spirituellen Metamorphose. Das „Vaterunser“, von Christen aller Kirchen und Konfessionen gebetet, führt von Vertonungen in lateinischer Sprache, wie von dem Renaissancemeister Jacobus Gallus, dessen musikalischer Weg als Chorknabe in Stift Melk begann, bis zu Igor Strawinskis Komposition in russisch-orthodoxer Tradition und dem englischen „Our Father“ von John Tavener, der selbst eine konfessionelle Wandlung von der presbyterianischen zur orthodoxen Kirche erlebte. Das „Nunc dimittis“, der Lobgesang des greisen Simeon auf die Ankunft des Jesuskindes im Tempel von Jerusalem, und das „Magnificat“ führen vom 17. Jahrhundert und dem englischen Komponisten Orlando Gibbons bis in die Gegenwart zum estnischen Komponisten Arvo Pärt. In Pärts russischem „Bogoroditse devo“ mündet auch das Mariengebet, das vom gregorianischen Hymnus des „Ave Maria“ seinen Ausgangspunkt nimmt.

„Der Klang überschreitet das Menschenmögliche“, schrieb die britische Zeitung „The Telegraph“ über The Tallis Scholars. Die Grenzerfahrungen im Hören des Ensembles beziehen sich dabei sowohl auf seine Gesangs- und Interpretationskunst, als auch auf die Dimension der Vokalmusik aus sieben Jahrhunderten, die von The Tallis Scholars gesungen wird und auch auf Dutzenden, vielfach preisgekrönten CDs dokumentiert ist. 2013 wurde The Tallis Scholars in die „Gramophone Hall of Fame“ aufgenommen.


Begleitprogramm:
16:00 Film im Kino im Kesselhaus
CHILDREN OF THE PROPHET
>>A 2006 >>REGIE: SUDABEH MORTEZAI In ihrer faszinierenden Doku begleitet die österreichisch-iranische Filmemacherin vier Gruppen von jungen Teheranern während der 10-tägigen Feierlichkeiten des shiitischen Trauerfestes Moharran.
(Kinoticket € 7,50 / mit gültigem IMAGO DEI-Ticket € 6,50)


© Eric Richmond

© Eric Richmond