Samstag
14. März 2015

Klangraum Krems Minoritenkirche

16:30 Film im Kino im Kesselhaus
Der Geschmack der Kirsche / Ta`Me Gilass

19:00 Konzert
Musicbanda Franui & Nikolaus Habjan
Uraufführung

MUSICBANDA FRANUI
Johannes Eder
(Klarinette, Bassklarinette)
Andreas Fuetsch
(Tuba)
Romed Hopfgartner
(Altsaxophon, Klarinette)
Markus Kraler
(Kontrabass, Akkordeon, Komposition)
Angelika Rainer
(Harfe, Zither, Gesang)
Bettina Rainer
(Hackbrett, Gesang)
Rainer Annewandter
(Trompete, Gesang)
Andreas Schett
(Trompete, Gesang, Komposition, musikal.  Leitung)
Martin Senfter
(Ventilposaune, Gesang)
Nikolai Tunkowitsch
(Violine)

NIKOLAUS HABJAN
(Puppenspiel)

Musik von Franz Schubert, Johannes Brahms, Gustav Mahler
Komposition und Bearbeitungen von Andreas Schett  und Markus Kraler

In Zusammenarbeit mit der Musikfabrik NÖ.


Kat I: 36,- / erm. 33,-
Kat II: 29,- / erm. 27,-

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Musicbanda Franui & Nikolaus Habjan Doch bin ich nirgend, ach! zu Haus

„Wir sind nur Gast auf Erden und wandern ohne Ruh‘ mit mancherlei Beschwerden der ewigen Heimat zu“
Begräbnislied aus den Alpen


Die Pilgerschaft als Lebensthema: „Doch bin ich nirgend, ach! zu Haus.“ (aus dem Schubert-Lied „Der Wanderer an den Mond“). Franui, die Musicbanda mit Osttiroler Wurzeln und urwüchsiger Besetzung, schickt gemeinsam mit dem Puppenspieler Nikolaus Habjan den Wanderer auf seinen Lebensweg. Ein Sinnsuchender lässt alles hinter sich und macht sich mit melodischer Seele und beredtem Geist auf, ohne das Ziel der Wanderung auch nur zu erahnen. Seine Begleiter sind romantische Liederweisen von Schubert bis Mahler, die Franui in einer „betörenden Mischung aus schmerzlich-schöner Melancholie und beschwingtem Musikantentum“ (Neue Zürcher Zeitung) in die bodenständige Wirklichkeit transformiert. Mit dem Nestroypreisträger Nikolaus Habjan und seinen Puppen hat Franui schon im Wiener Burgtheater „Fool of Love“ (Shakespeare-Sonette) gespielt.

„Der Wanderer“ in Schuberts Lied singt: „Ich komme vom Gebirge her / Die Dämm’rung liegt auf Wald und Meer / Ich schaue nach dem Abendstern / Die Heimat ist so fern, so fern.“ (Text: Georg Philipp Schmidt von Lübeck). Im Gebirge, so erzählt der Osttiroler Franui-Musiker Andreas Schett, singt man ein Begräbnislied: „Wir sind nur Gast auf Erden / und wandern ohne Ruh’ / mit mancherlei Beschwerden / der ewigen Heimat zu.“ Im Stück Franuis und Habjans wird der Wanderer dem Spaziergänger begegnen, jener Figur, die durch den Schweizer Dichter Robert Walser literarische Gestalt angenommen hat – und die der Schweizer Dichter, bis zu seinem Tod in einem Schneefeld, selbst war. Zeilen aus Schubert-Liedern und aus Walser-Dichtungen werden sich begegnen. Nach seiner Ankunft in der ewigen Heimat bleiben vom Wanderer auf der Erde die Worte zurück: „Ich mache meinen Gang; / der führt ein Stückchen weit / und heim; dann ohne Klang / und Wort bin ich beiseit’.“ (Spruch auf dem Grab Robert Walsers in Herisau).


Begleitprogramm:
16:30 Film im Kino im Kesselhaus
DER GESCHMACK DER KIRSCHE / TA`ME GILASS
>>IRAN/FRANKREICH 1996  >>REGIE: ABBAS KIAROSTAMI
Ein Mann möchte seinem Leben ein Ende setzen und sucht in der Peripherie von Teheran Helfer für sein Vorhaben. „Eine Reise ins Licht.“ (Die Zeit) - ausgezeichet mit der Goldenen Palme 1997.
(Kinoticket € 7,50 / mit gültigem IMAGO DEI-Ticket € 6,50)

© Reiner Pfisterer

© Reiner Pfisterer