Freitag
18. April 2014

Klangraum Krems Minoritenkirche

18:30 Podiumsgespräch
Auf 64 Saiten in das Paradies
Paul Robertson (Medici Quartet)
Joanna Lewis (Koehne Quartett)
Thomas Wally (Ensemble Lux)
Leonhard Roczek (Minetti Quartett)
Rainer Lepuschitz (Moderation)

19:30 Konzert
Koehne Quartett
Alfred Schnittke: 2. Streichquartett (1980)
Joanna Lewis, Anne Harvey-Nagl (Violine)
Lena Fankhauser (Viola)
Melissa Coleman (Violoncello)

Ensemble Lux
Sofia Gubaidulina: 3. Streichquartett (1987)
Louise Chisson, Thomas Wally (Violine)
Nora Romanoff-Schwarzberg (Viola)
Mara Kronick (Violoncello)

Minetti Quartett
Anton Webern: 6 Bagatellen für Streichquartett , Op. 9 (1913)
Maria Ehmer, Anna Knopp (Violine)
Milan Milojicic (Viola), Leonhard Roczek (Violoncello)

Medici Quartet
John Tavener: SCATTER ROSES OVER MY TEARS (UA)
Paul Robertson, Cathy Thompson (Violine), Ivo-Jan
van der Werff (Viola), Anthony Lewis (Violoncello)
Auftragswerk des Osterfestivals IMAGO DEI in Kooperation mit Cheltenham Music Festival & Harrogate Festival

Medici Quartet, Koehne Quartett,
Ensemble Lux, Minetti Quartett
John Tavener: TOWARDS SILENCE (2007)

25,- / erm. 22,-

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Koehne Quartett, Ensemble Lux, Minetti Quartett & Medici Quartet Jenseits der Stille

"Bald nach der Komposition von 'Towards Silence' kam ich selbst dem Tod sehr nahe. So wurde mir die Musik sehr vertraut, die mich so großherzig vorbereitet hat."
Sir John Taverner (1944-2013)


„Wie ein Geschenk
strömte es durch mich hindurch“, empfing der englische Komponist Sir John Tavener die Musik über die vier Stadien des Seins nach der indischen Lehre des Vedanta. „Towards Silence“: Vier Streichquartette vereinigen sich zur musikalischen Meditation über die unzerstörbare Essenz des Geistes und gleichzeitig über das Sterben. Für Tavener, der seinen Glauben in der presbyterianischen und der russisch-orthodoxen Kirche, im Hinduismus und im Buddhismus stärkte, war „fast jedes meiner Stücke in gewisser Weise ein Blick auf den Tod in unterschiedlichem Licht“. Und weiter darüber hinaus in das Jenseits. Unsichtbar für das Publikum postiert, erfüllen die vier Streichquartette den „spirituellen Raum mit einem Klang wie hernieder schwebend aus einem ätherischen Reich“, beschreibt der mit Tavener befreundete Geiger des Medici Quartet, Paul Robertson, die Wirkung der Komposition. Durch die Stadien des Vaishvanara (Wachzustand), Taijasa (Traumzustand), Prajna (tiefe Weisheit im Zustand des Gleichgewichts von Körper und Geist) und Turija (Zustand der Erleuchtung) führt der musikalische Pfad in das Jenseits allen Denkens und Wissens, dorthin, wo unaussprechlicher Frieden herrscht. In das Paradies.

Auf die Meditation für 64 Saiten und eine tibetanische Klangschale wird mit vier Streichquartetten vorbereitet. Das Koehne Quartett spielt Schnittkes 2. Quartett, eine auf russisch-orthodoxen Chorälen aufgebaute Trauermusik. Das Ensemble Lux verwandelt in Gubaidulinas 3. Quartett die geistigen Auseinandersetzungen des Lebens in hymnische Botschaften. Das Minetti Quartett kommt mit Anton Weberns auf das Allerwesentlichste konzentrierten „Bagatellen“ dem Unaussprechlichen ganz nahe. Das Medici Quartet widmet sich der Uraufführung des letzten Werkes von John Tavener, der im November 2013 verstarb. Das Streichquartett „Scatter Roses over my Tears“ ist eine Meditation über einen Vers des Sufi-Dichters Rumi.

 

Begleitprogramm:

18:30 Podiumsgespräch
Auf 64 Saiten in das Paradies

Paul Robertson (Medici Quartet)
Joanna Lewis (Koehne Quartett)
Thomas Wally (Ensemble Lux)
Leonhard Roczek (Minetti Quartett)
Rainer Lepuschitz (Moderation

Minetti Quartett © Irène Zandel

Minetti Quartett © Irène Zandel

Medici Quartet © promo

Medici Quartet © promo

Ensemble Lux © promo

Ensemble Lux © promo

Koehne Quartett © promo

Koehne Quartett © promo