Samstag
29. März 2014

Klangraum Krems Minoritenkirche

15:00 Film im Kino im Kesselhaus
Paradies: Liebe

18:00 Podiumsgespräch
Hubert Gaisbauer (Autor)
Viola Raheb, MA (Universitätsassistentin am Lehrstuhl für Religionswissenschaft, Evangelisch-Theologische Fakultät der Universität Wien)
Ulrich Seidl (Filmregisseur, Drehbuchautor, Produzent)
In Kooperation mit GLOBArt ACADEMY

20:00 Konzert
ESTONIAN PHILHARMONIC CHAMBER CHOIR & TALLINN CHAMBER ORCHESTRA

Erkki-Sven Tüür: Awakening (2011)
Arvo Pärt: Silouan ’s Song (1991/2012)
Arvo Pärt: Adam ’s Lament (2009)
In Kooperation mit Narodni dom Maribor & Chorszene Niederösterreich

Kat I: 29,- / erm. 26,-
Kat II: 25,- / erm. 22,-

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Estonian Philharmonic Chamber Choir & Tallinn Chamber Orchestra Awakening

„Die Musik verdeutlicht, dass wir in einem spirituellen Sinne aufwachen müssen, um uns besser zu verstehen und klarer sehen zu können. Deshalb geht es auch um die innere Erleuchtung.“
Erkki-Sven Tüür


Das Paradies. Wer vermag es sich vorzustellen?“, fragt der Mönch Siluan und findet es als das „Reich des Heiligen Geistes. ... Er ist die himmlische Nahrung;er ist die Freude der Seele.“ Das Paradies fand der estnische Komponist Arvo Pärt nicht vor, als er aus der Isolation in seinem noch von den Sowjets besetzten Heimatland in den Westen emigrierte. Seine erste Reise führte ihn aber in die englische Grafschaft Essex, wo der orthodoxe Mönch Archimandrit Sofronij das Kloster des Heiligen Johannes des Täufers ins Leben gerufen hat. Dort fand Pärt innere Einkehr und den Weg in die spirituelle Poesie des Heiligen Siluan, eines Mönchs vom Berg Athos. Siluans Schüler Sofronij trug die beseligende Mystik bis an das Ende des 20. Jahrhunderts, Pärt nahm sie in seine Musik auf, in der sie weiterschwingt. Er widmete seinem „geistigen Vater“ Sofronij „Silouans Song“, einen Gesang ohne Worte für Streichorchester.

Adam, der Vater der Menschheit, kannte im Paradies die Seligkeit der Liebe Gottes, und deshalb hat er bitter gelitten, als ihn die Sünde aus dem Paradies vertrieben und er die Liebe und den Frieden Gottes verloren hatte. ...“ Siluans Worte wurden in Pärts Chor-Orchester-Werk „Adam’s Lament“ gleichsam Musik: Die Struktur des Textes findet sich bis ins Detail in der Komposition wieder. Den Namen Adam trägt für Pärt „die gesamte Menschheit in sich, aber auch jeder einzelne Mensch, und dies unabhängig von Zeit, Epochen, sozialen Schichten oder Konfessionen“. Pärts Musik wiederum trägt die Jahrtausende lange Klage des „Gesamt-Adams“ in alle Zeiten weiter.

Wie ein stilles Gebet über das Wunder des Frühlings, der das Leben wieder erblühen lässt“, erschienen Pärts Landsmann Erkki-Sven Tüür estnische Dichtungen in Verbindung mit christlichen Worten zum Osterwunder. Die Vertonung in „Awakening“ verschmelzt schamanische und pantheistische Kräfte mit ätherischen Spektren zu einem neuen Ganzen.

Begleitprogramm:
15:00 Film im Kino im Kesselhaus
Paradies: Liebe
>>> D/F/A 2011 >>> Regie : Ulrich Seidl
Erster Teil von Ulrich Seidls gefeierter Trilogie uber drei Frauen und ihre Sehnsuchtsgeschichten.
Die 50-jährige Teresa reist nach Kenia, um dort einen Liebhaber, vielleicht aber auch die echte, wahre Liebe zu finden.
(Kinotickets um EUR 7,- bzw. EUR 5,- ermäßigt mit gültigem IMAGO DEI-Ticket)

18:00 Podiumsgespräch
Hubert Gaisbauer (Autor)
Viola Raheb, MA (Universitätsassistentin am Lehrstuhl für Religionswissenschaft, Evangelisch-Theologische Fakultät der Universität Wien)
Ulrich Seidl (Filmregisseur, Drehbuchautor, Produzent)
In Kooperation mit GLOBArt ACADEMY

Estonian Philharmonic Chamber Choir © Kaupo Kikkas

Estonian Philharmonic Chamber Choir © Kaupo Kikkas

Tallin Chamber Orchestra © Kaupo Kikkas

Tallin Chamber Orchestra © Kaupo Kikkas

Estonian Philharmonic Chamber Choir & Tallinn Chamber Orchestra: Erkki-Sven Tüür - The Wanderer

Estonian Philharmonic Chamber Choir & Tallinn Chamber Orchestra: Arvo Pärt - Adam's Lament