Samstag
02. März 2013

Klangraum Krems Minoritenkirche

18:30 Einführungsgespräch
Dr. Manfred Permoser

19:30 Konzert
Cappella Musica Sacra
Chorus Musica Sacra Krems

Ellen van Lier (Sopran)
Martina Mikelic (Alt)
Bernhard Berchtold (Tenor)
Markus Volpert (Bass)
Alfred Endelweber (Musikalische Leitung)

Michael Köhlmeier (Lesung)

Kat. I: 32,-/29,-
Kat. II: 28,-/25,-

In Kooperation mit Ludwig Ritter von Köchel Gesellschaft
Musik in Krems 2013
Kirchentonart


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Cappella und Chorus Musica Sacra & Michael Köhlmeier Wie die Welt wurde

Joseph Haydn Messe B-Dur Hob. XXII :13 (1801) für Soli, Chor, Orchester und Orgel
„Die Schöpfungsmesse”

Im Anfang war das Wort. Als es an die Schöpfung ging, hätten Gott die Arme gejuckt und sich auf ihnen Schriftzeichen gebildet, die ihm bei der Erschaffung der Welt helfen wollten. Michael Kohlmeier liest zum Auftakt von „Imago Dei“ aus seinen „Geschichten von der Bibel“, in denen er „von der Erschaffung der Welt bis Josef in Ägypten“ erzählt, wie die Welt wurde, war und ist. Am Anfang waren es mündlich erzählte Geschichten, die erst später aufgeschrieben und zum Buch der Bücher wurden. Kohlmeier kehrt zurück zum Erzählen und nimmt auch Episoden aus Sagen und Mythen, aus jüdischen und babylonischen Legenden und aus Apokryphen auf, die nicht in die Heilige Schrift Eingang gefunden haben.

Joseph Haydn erzählte die „Schöpfung“ mit mächtiger musikalischer Sprache. Seine Oratorienmusik der Genesis lebte in nachfolgenden Werken weiter. In die Messe B-Dur übernahm der Komponist in das „Gloria“ die Musik von Adams Worten „Der tauende Morgen, o wie ermuntert er“, die nun zu den Worten „Qui tollis peccata mundi“ („Du nimmst hinweg die Sünden der Welt“) erklingt.

Das Erwachen der Natur und die Vergebung der Sünden, ein neuer Tag und ein neuer Anfang: eine musikalische Verknüpfung, die dem liturgischen Werk den Namen „Schöpfungsmesse“ einbrachte. Chorus und Cappella Musica Sacra feiern den Anfang von „Imago Dei“ mit Haydns musikalischem Hochamt.

© Michael Parak

© Michael Parak