Samstag
09. März 2013

Klangraum Krems Minoritenkirche

17.00
FILM BEGEITPROGRAMM
Kino im Kesselhaus
IM GARTEN DER KLÄNGE


19:00
Ensemble Shams


Kaykhosro Pournazeri (Tanbur & Tar)
Tahmoures Pournazeri (Tanbur & Barbat & Gesang)
Sohrab Pournazeri (Tanbur & Kamancheh & Gesang)
Najmeh Tajadod (Gesang)
Hamidreza Taghavi (Santur)
Kaveh Grayeli (Tanbur & Setar)
Shahab Paranj (Tombak & Kuzeh)
Hussein Zahawy (Daf & Bandir)
Khorshid Dadbeh (Tanbur & Bamtar)
Amirhossein Hassaninia (Derwischtänzer)

25,-/22,-

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Ensemble Shams & Derwischtanz Tanz der Schöpfung

LINK: DOWNLOAD ABENDPROGRAMM

Am Anfang ist die wahre Existenz Gottes, des Einzigen. Seine unmittelbare Erfahrung suchen die Sufis und finden in der Versenkung einen unendlichen Einblick in die gesamte Schöpfung und damit auch in sich selbst. „Ich schmolz wie das Salz im Meer der Klarheit, im Meer der spirituellen Freude. Es blieb kein Unglaube, Glaube, keine Gewissheit oder kein Zweifel in mir zurück. In meinem Herzen erschien ein Stern. Alles aus den sieben Himmeln verschwand in diesem Stern“, schrieb der Mystiker und Sufi-Dichter Jalaluddin Rumi (1207–1273). Der Mensch erlischt in Gott, um ewig zu sein – wie jedes Element zu seinem Ursprung in der Schöpfung zurückkehrt.

Als der aus Afghanistan mit seiner Familie auf der Flucht vor den Mongolen nach Konya in der Südtürkei gelangte Gelehrtensohn Rumi bereits selbst einen Lehrstuhl für sufische Mystik innehatte, begegnete er dem Wanderderwisch Shams, den er als Antlitz Gottes in Person empfand. Shams wurde Rumis geistiger Lehrer und mystischer Geliebter, bis der Derwisch auf mysteriöse Weise verschwand. Aus der Trauer über den Verlust des Freundes entstand ein riesiges dichterisches Schaffen von tausenden Versen in persischer Sprache, die von der vollkommenen Liebe zu Gott erfüllt sind. „In der Glaubensgemeinschaft der Liebe gibt es weder Gläubige noch Ungläubige. Im Liebenden gibt es keinen Körper, keine Seele und kein Herz“, lies Rumi alles Äußere von Religionen hinter sich und suchte die Leere. „Alles ist leer, die Erde ist leer, der Himmel ist leer, Herz und Gewissen sind leer. Ich mochte dabei bleiben. Vor mir liegt das Nichts.“ Im Verlust von Shams wurde Rumi mehr und mehr wie dieser und überwand damit die Illusion von Trennung und Tod, erlangte die „Entwerdung“, das islamische Einheitsbekenntnis.

Wenn das Ensemble Shams am 9. (der Zahl des Menschen) 3. (der Zahl des Gottlichen) bei „Imago Dei“ Gedichte Rumis in Sufi-Musik und traditioneller iranischer Musik zum Klingen bringt, dann schwingen darin Shams und Rumi als Eines – in den Bewegungen der Derwischtanze und im Klang der Stimmen und der traditionellen Instrumente wie der Streichlaute Kamancheh, der Handtrommel Tombak, der Rahmentrommel Bandir, der Zither Santur und der Langhalslauten Setar und Tanbur.

FILM BEGEITPROGRAMM Kino im Kesselhaus, 9. Marz, 17.00
IM GARTEN DER KLÄNGE (Nelgiardinodeisuoni)
>>Schweiz 2010 >>Regie: Nicola Belucci
Berührendes wie poetisches Portrait des blinden Musikers, Therapeuten und Klangforschers Wolfgang Fasse. “Ein Film über die Macht der Musik” (FAZ)
(Freier Eintritt mit gültigem IMAGO DEI -Ticket für den 09. Marz. Wir ersuchen um Reservierung beim Ticketkauf IMAGO DEI.)


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