Freitag
15. März 2013

Stift Melk - Kolomanisaal

Lettischer JUGENDCHOR „KAMĒR…“

Janis Liepins (Dirigent)
Rihards Zalupe (Perkussionist)
Edgars Sakons (Perkussionist)

25,-/22,-

In Kooperation mit
Stift Melk
Air Baltic
Weltkulturerbe Wachau
Chorszene Niederösterreich

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Lettischer Jugendchor "Kamer..." Warum ist das Licht gegeben den Mühseligen

LINK: DOWNLOAD ABENDPROGRAMM

Robert Lucas Pearsall
Lay a Garland (1840)
Johann Sebastian Bach Komm, Jesu komm! (1723-1734)
Pierre Passereau Il est bel est bon (1534)
Felix Mendelssohn Warum toben die Heiden (1843-1844)
John Farmer Fair Phillis I saw (1599)
Anton Bruckner Ave Maria (1856)
J. H. Schein Freue dich des Weibes deiner Jugend (1623)
J. Brahms Warum ist das Licht gegeben den Mühseligen? (1879)
Marģeris Zariņš Četrbalsīgs madrigāls par vecmodīgu tēmu

Musik aus dem Zyklus “Sonnengesänge”

Raimonds Pauls A Resplendent Sun in the Sky
Sven-David Sandström Ah! Sunflower! (2008)
Bjørn Drage Comme un arbuste (2008)
Stephen Leek Knowee (2007)
John Tavener The Eternal Sun (2007)
Dobrinka Tabakova Of the Sun Born
Vytautas Miškinis Neišeik, Saulala (2007)
Giya Kancheli Lulling the Sun (2008)

Am Anfang war der Gesang, dann erst das Wort. In baltischen Ländern lernen die Kinder erst zu singen, dann zu sprechen. Ihre emotionale Hingabe im Singen hat sich der Chor „Kamēr …“ aus Lettland auch bewahrt, als er sich zu einem Berufschor von allerhöchster vokaltechnischer Qualität entwickelte. „Kamēr“ bedeutet „Weile“, und die drei Punkte danach stehen für eine lang anhaltende Weile von Gesang, in der alles möglich ist. Das Licht geht auf, Gesang hebt an, jedes Mal kommt es einem Schöpfungsakt gleich, wenn aus dem Nichts natürlicher Klang entsteht.
Im Kolomanisaal von Stift Melk erschafft „Kamēr... “ eine helle vokale Klangwelt mit gesungenen Gebeten an den Schöpfer, seinen Sohn, an die Mutter Gottes und an die lichtspendende Gottheit der Sonne. Johann Sebastian Bachs motettische Hingabe an die Vereinigung mit dem Gottessohn, Anton Bruckners verzückter Mariengesang und Felix Mendelssohns gewaltige Psalmvertonung „Warum toben die Heiden“ fuhren zum mächtigsten komponierten Fragezeichen der Musik in Johannes Brahms’ Motette „Warum ist das Licht gegeben den Mühseligen?“ nach den Worten Hiobs. Auf die immer wieder hinausgerufene Frage nach dem Sinn des irdischen Lebens führt schließlich eine ausschwingende Melodie ins ewige Licht: „Siehe, wir preisen selig, die erduldet haben.“
Daraufhin feiert der Chor mit Sonnengesängen die Auferstehung in die Helligkeit. Die Werke sind als Folge eines globalen chorischen Kompositionsauftrags aus allen Himmelsrichtungen eingetroffen. Es gleist vom Aufschrei „Ah, Sunflower“ des schwedischen Komponisten Sven-David Sandström über ein gleichnishaftes Mitsommerleuchten des Norwegers Bjørn Andorn Drage und einen Hymnus auf die ewige Sonne von dem Briten Sir John Tavener bis zu einem wundervollen vokalen Lichterglanz in der Dunkelheit des Weltraums von der Bulgarin Dobrinka Tabakova, einem von Panfloten unterstutzten Chorgebet des Litauers Vytautas Miškinis nach einem litauischen Hirtenlied an die Sonne und einem Wiegenlied des Georgiers Giya Kancheli fur die untergehende Sonne.