Donnerstag
28. März 2013

Klangraum Krems Minoritenkirche

17.00

FILM BEGLEITPROGRAMM Kino im Kesselhaus
AUN - Der Anfang und das Ende aller Dinge

19:00

Johannes Dickbauer (Violine solo)

Dževad Karahasan (Lesung)
Geschichte des Begehrens

22,-/20,-

In Kooperation mit Europäische Literaturtage Spitz

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Johannes Dickbauer & Dzevad Karahasan Entstehung und Ende der Welt

LINK: DOWNLOAD ABENDPROGRAMM

Georg Friedrich Haas

de terrae fine für Violine solo (2001)
H.K. Gruber
Vier Stücke für Violine Solo, op. 11 (1963)
J.S. Bach
Sarabande aus der Partita Nr. 2 in d-Moll
Steve Reich
Violin Phase (1967)

ERNST KOVACIC muss leider aufgrund einer Handverletzung seine Mitwirkung absagen. Er wird von JOHANNES DICKBAUER vertreten, der zu den interessantesten österreichischen Violinisten der jungen Generation zählt. Er ist Preisträger des Concours International de Violon von Sion und des Wettbewerbs Musica Juventutis Wien und Meisterschüler von Ernst Kovacic. Er wird bei dem Konzert dennoch anwesend sein.

Am Anfang war der Prediger, der auf dem Union Square in San Francisco das nahende Ende der sündigen Welt prophezeite. Ein Passant nahm einige Sätze auf Tonband auf und übertrug später die Aufnahme auf ein zweites Tonband, das er etwas zeitversetzt zum ersten abspielte. Steve Reich hatte das Prinzip der Phasenverschiebung von permanent wiederholten rhythmischen und melodischen Passagen erfunden, das fortan die Kompositionen des Amerikaners bestimmte. Die minimalen Veränderungen im Ablauf katapultieren die Musik – und die Musiker – in ein Universum unendlich scheinender Klangfolgen. Eine ähnliche Wirkung loste schon Jahrhunderte davor die Chaconne aus, mit sich wiederholenden Harmonien und einer sich auf Wanderschaft begebenden und immer wieder zum Ursprung zurückkehrenden Melodie. In „de terrae fine“ des österreichischen Komponisten Georg Friedrich Haas teilen sich Melodien in vierteltonige und noch kleinere Fortschreitungen und werden von einer aus der Ferne immer naher kommenden Obertonharmonik bedroht und letztlich zerstört. Den musikalischen Grenz-Rufen antwortet der Dichter Dževad Karahasan aus Sarajewo mit einer „Geschichte des Begehrens“, die aus mehreren Geschichten aus zwei seiner Romane besteht, „Der nächtliche Rat“ und „Schahrijars Ring“. Darin lässt der Bosnier mehrere Zeit- und Ereignisebenen ineinander greifen, von einem Mythos der Entstehung der Welt aus der mesopotamischen Urgeschichte und der Muttergottheit Nintu in ihrer verklärten Beziehung zwischen Begehren und Hass über sufistische Mystik bis zu einer tragischen Liebesgeschichte während der Belagerung von Sarajewo.

 

FILM BEGLEITPROGRAMM Kino im Kesselhaus, 28. Marz, 17.00
AUN - Der Anfang und das Ende aller Dinge
>>Osterreich /Japan 2011 >>Regie: Edgar Honetschläger >>Musik: Christian Fennesz
Bildgewaltige Filmfiktion des in Japan lebenden Künstlers und Filmemachers mit dem suggestiven Sounddesign von Christian Fennesz.
(Freier Eintritt mit gültigem IMAGO DEI -Ticket fur den 28. Marz. Wir ersuchen um Reservierung beim Ticketkauf IMAGO DEI .)

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© Fuad Foco

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