Sonntag
01. April 2012

Stift Melk - Kolomanisaal

Reiner Kunze & KOREAN MUSIC PROJECT Poetische Texte & traditionelle koreanische Musik

„unsere feste? /
unter bäumen
licht und schatten miteinander teilen /
dem pianisten ruhmeskörner streuen /
fermaten schweigen
nach den noten des weinbergs“
Reiner Kunze
(aus dem Gedicht „FRAGE UND ANTWORT“,
Gedichtband „ein tag auf dieser erde“)

KOREAN MUSIC PROJECT: Hyosun Kang (Piri), Najung Jin (Gayageum), Gilong Chae (Daegeum), Sori Choi (Percussion), Iho Ahn (Pansorigesang)
Der Dichter Reiner Kunze vermag wie kein anderer in einem schlichten und prägnanten Tonfall der deutschen Sprache das Außerordentliche auszudrücken. Ganze Welten leuchten in wenigen Worten auf. Im Kolomanisaal des Stiftes Melk wird Kunzes Poesie der Bilder, die immer von tiefer Menschlichkeit und einer empfindsamen Verbundenheit mit der Natur erfüllt ist, in Beziehung zu traditioneller koreanischer Musik und der besonderen koreanischen Musikform Pansori treten – keine zufällige Begegnung: Der einst als „Staatsfeind“ von der DDR in den Westen Deutschlands „entlassene“ Reiner Kunze hat sich im Zuge einer Art Globalisierungspoetik verschiedene asiatische Gedichtformen wie den koreanischen Sidcho angeeignet; seine Gedichte sind ins Koreanische übersetzt worden. Pansori, gesungene und von einer Trommel begleitete Volkserzählungen und auf schamanische Rituale Südkoreas zurückführend, wurde 2003 in die UNESCO-Liste des geistigen Weltkulturerbes aufgenommen. Reiner Kunzes Lyrik wird nachsagt, dass sie mit geradezu „revolutionärem Impetus“ nach Schönheit strebe.

EUR 16.- / 14.-  (diese Tickets sind auch erhätlich auch bei Kultur Melk und Stift Melk, nähere Infos dazu hier)

Mit freundlicher Unterstützung von
Weltkulturerbe Wachau
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KAMS (Korea Arts Managementservice)


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