Sonntag
28. März 2010

Klangraum Krems Minoritenkirche

Sonne, Mond und Sterne Märchenhafte Welterklärungen zum Himmel über und unter den Wolken

Renald Deppe & Wachauer Pestbläser: Martin Ptak (Posaune, Arrangements); Michael Bruckner (Gitarre, Arrangements); Thomas Berghammer (Trompete, Flügelhorn); Ali Angerer (Tuba, Hackbrett); Bernard Breuer (Schlagzeug); Renald Deppe (Saxophon, Klarinette, Arrangements, Moderation, Konzeption); Wolfgang Mitterer (Electronics); Anna Hauf (Mezzosopran); Agnes Heginger (Gesang)
Extracello: Edda Breit, Melissa Coleman, Margarethe Deppe, Gudula Urban (Violincelli)
Markus Kupferblum (Moderation)

Sie geben uns Licht:
die Sonne, der Mond und die Sterne. Sie geben uns Wärme, garantieren die Orientierung und gestatten die Deutung der Zukunft. Doch wenn Sie wissen wollen, wie die Sterne an den Himmel kamen, warum der Mond zu- und abnimmt und Flecken hat, weshalb die Sonne nur am Tag scheint und Näheres über den Ursprung der Sternschnuppen erfahren möchten:

An diesem Abend begegnen Ihnen märchenhafte Welterklärungen aus berühmten Songlines in ungewöhnlichen Bearbeitungen und Besetzungen.

 

„Den Wein, den man mit Augen trinkt, Gießt Nachts der Mond in Wogen nieder... Der Dichter, den die Andacht treibt, berauscht sich an dem heilgen Tranke...“ (Arnold Schönberg)


So beginnt Arnold Schoenberg seinen magischen Liederzyklus für Sprechstimme „Pierrot Lunaire“: Dreimal sieben Gedichte. Sven Regener hingegen besingt mit Element Of Crime eine ganz andere Sicht der Dinge:


„Das Leben lief im Schweinsgallop, die Liebe war ein Fest, der Mensch war gut. Damals hinterm Mond.“ (Sven Regener)

Sonne, Mond und Sterne.
Ein freigeistiger Kontrapunkt wundersamer Deutungen: Was am gemeinsamen Himmel wann und wie und warum zu erkennen ist. Entdecken Sie mit den Wachauer Pestbläsern und ihren Gästen die verzaubernde Welt der Haupt- und Nebensonnen, genießen Sie die Wärme heidnischer Osterfeuer und den wundersamen Brautflug Berliner Glühwürmchen, lauschen Sie den Klängen und Erzählungen seltsam betörender Irr- und Nordlichter:

„Die Schwäne flogen um die Wette, welcher von ihnen am weitesten käme. Einige wollten nicht innehalten, bis sie das Ende der Welt erreicht hätten. Das gelang ihnen auch, aber es war dort so kalt, dass sie am Himmel festfroren.
Man sieht sie noch heute, wie sie mit den Flügeln schlagen. Wir nennen es das »Nordlicht«.“
(Småland, Schweden)


In diesem Sinne: Herzlich Willkommen!
Renald Deppe


Ein Abend mit Songlines in ungewöhnlichen Bearbeitungen/Besetzungen.

Luci Serene E Chiara (Augen, voll Licht und Klarheit)
GESUALDO DI VENOSA

I‘m beginning to see the Light
DUKE ELLINGTON

Brüder, zur Sonne, zur Freiheit
L. P. RADIN (Arbeiterlied)

Azzuro
PAOLO CONTE

Mondestrunken (aus „Pierrot Lunaire“, Op.21)
ARNOLD SCHÖNBERG

Damals hinterm Mond
ELEMENT OF CRIME

Licht (Auszüge aus „Sonntag“, Oper in fünf Akten)
KARLHEINZ STOCKHAUSEN

Here comes the Sun
THE BEATLES

Die Nebensonnen (aus „Winterreise“, Op.89)
FRANZ SCHUBERT

Light my Fire
THE DOORS

Glühwürmchen, Glühwürmchen, Flimmre...
PAUL LINCKE

© Imago Dei

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