Sonntag
02. März 2008

Klangraum Krems Minoritenkirche

Johannespassion Johann Sebastian Bach (1685-1750)



18:00 Salzstadl, Donaulände 32
EINFÜHRUNGSGESPRÄCH
mit Prof. Manfred Permoser
Achtung begrenzte Besucheranzahl!
Um Voranmeldung wird gebeten: Tel: +43 (0) 2732/90 80 33; e-mail: tickets@klangraum.at


„Ich folge dir gleichfalls mit freudigen Schritten
Und lasse dich nicht, mein Leben, mein Licht.”

Bach: Johannespassion, Teil 1, Arie des Sopran

CHORUS MUSICA SACRA KREMS/CAPPELLA MUSICA SACRA
Robert Holl Jesus
Ellen Van Lier Sopran
Stefan-Alexander Rankl Evangelist
Martina Parzer Alt
Gernot Heinrich Tenor
Markus Volpert Pilatus, Bass
Alfred Endelweber Musikalische Leitung

Vollkommene Treue und bedingungslose Gefolgschaft gegenüber dem Herrn, der durch Jesus Christus Mensch geworden ist, spricht aus der Passion, wie sie in der Barockzeit am Karfreitag in der Kirche den Menschen musikalisch erzählt wurde. Ein beseelter Komponist wie Johann Sebastian Bach griff dabei in Leipzig zu drastischen Mitteln des Ausdrucks, da eine szenische Umsetzung nicht möglich war und daher das dramatische Geschehen allein durch die Musik verdeutlicht werden mußte. Mit der Johannespassion schuf Bach eine in ihrer Lebendigkeit nahe gehende Schilderung von Jesu Weg zum Kreuz, der bei diesem Evangelisten Teil des göttlichen Plans ist. „Es ist vollbracht!“ wird zum triumphalen Ausruf des Gottessohnes, der so wie sein Vater ewig lebt und außerhalb irdischer Begreifbarkeit steht. Gott der Herr und Jesus der Herr sind eins. Die roten, blauen und gelben Striemen auf Jesu Rücken, Spuren der Gewalt, werden in der Johannespassion zu einem Äquivalent des friedlichen Regenbogens, den Gottvater nach der Sintflut an den Himmel malte. Das Mitleid mit dem Herrn spricht ebenso aus dieser Musik wie die Anerkennung seiner Souveränität, die sich auch dann nicht verringert, wenn er gedemütigt und ans Kreuz geschlagen wird:

„Herr, unser Herrscher, ... zeig uns durch deine Passion, dass du, der wahre Gottessohn, ... auch in der größten Niedrigkeit, verherrlicht worden bist.“
Bach: Johannespassion, Eröffnungschor der 1. und 3. Fassung

Durch die Musik entsteht bei Musizierenden und Hörenden eine Solidarität mit dem Herrn, wie sie sonst oft nicht mehr hergestellt werden kann. Bachs Glaubwürdigkeit wird in der Steiner Minoritenkirche vom Chorus und der Cappella Musica Sacra aus Krems unterstrichen, deren Passionsmusiken zusammen mit international renommierten Solisten und unter der Leitung von Alfred Endelweber bei IMAGO DEI schon Tradition geworden sind.

„Du hättest keine Macht über mich, wenn sie dir nicht wäre von oben herab gegeben ...”
Bach: Johannespassion, 2. Teil, Rezitativ des Jesus

Wird dies in Stein der Bassist Robert Holl singen, wird Gott der Herr ganz nahe sein.

In Kooperation mit: Ludwig Ritter von Köchel-Gesellschaft, Musik in Krems 2008 & 

© NÖ Festival-G.m.b.H.

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