Sonntag
19. März 2006

Klangraum Krems Minoritenkirche

Johannespassion

ANTONIO VIVALDI (1678 - 1741)
SINFONIA H-MOLL RV 169
AL SANTO SEPOLCRO
für Streicher und Basso continuo
Adagio molto
Allegro ma poco

HUBERT GAISBAUER
SEHT, WELCH EIN MENSCH!
Eine literarische Meditation

GEORG FRIEDRICH HÄNDEL (1685 - 1759)
JOHANNESPASSION (Hamburg 1704)

Stefan-Alexander Rankl Evangelist (Tenor)
Robert Holl Jesus (Bass)
Florian Meixner Pilatus (Alt)
Ellen van Lier Sopran I
Doris Bogner Sopran II
Martina Parzer Alt
Gernot Heinrich Tenor
Gebhard Heegmann Bass

CHORUS MUSICA SACRA KREMS
CAPPELLA MUSICA SACRA

Alfred Endelweber Musikalische Leitung



Die Johannespassion, die dem jungen Georg Friedrich Händel zugeschrieben wird, wurde in der Karwoche 1704 in Hamburg uraufgeführt. Über diese Premiere des dramatischen Passionsoratoriums gibt es keine schriftlichen Aufzeichnungen. Zeitgenossen von Händel wie Friedrich Nicolaus Bruhns, Reinhard Keiser oder Christian Ritter kommen als mögliche Komponisten auch in Frage. Daher währt die Diskussion über die Urheberschaft Händels in der musikalischen Fachwelt bis heute. Tatsache aber ist, dass es sich bei dieser Johannespassion um eine würdige und für die damalige Zeit auch im Umfang angemessene gottesdienstliche Karfreitagsmusik handelt. Eher ungewöhnlich gegenüber anderen Passionsvertonungen beginnt das Werk mit der Geißelung Jesu und schildert in knappen dramatischen Szenen den weiteren Prozess bis zum Tod am Kreuz und die Grablegung, während Arien und Duette – ganz im Geist der Frömmigkeit des frühen 18. Jahrhunderts – das Passionsgeschehen mitfühlend betrachten.

Zu Gast sind international bedeutende Vokalsolisten, unter ihnen der Wahlkremser Robert Holl (Jesus) sowie Stefan-Alexander Rankl (Evangelist), der Chorus Musica Sacra Krems und die Cappella Musica Sacra (Mitglieder verschied. Wiener Orchester) unter der Leitung von Alfred Endelweber.  

© NÖ Festival-GmbH

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