Sonntag
09. April 2006

Klangraum Krems Minoritenkirche

DER VENUSRITUS Feuchte Mutter Erde

Ein junges Künstlerkollektiv bestehend aus einer Designerin, Musikern und Komponisten, die ihren derzeitigen Wirkungsbereich in Linz haben.

Marcus Huemer Konzept, Technik
David Longa Komposition, Konzept
Thomas Mandel Konzept, Komposition
Verena Schweiger Design, Konzept
Werner Zangerle Komposition, Konzept
Lina Maria Venegas Choreographie

TRACHTENKAPELLE ROSSATZ

„In der obersten Kulturschichte aber schlummerte jenes Weib und erwartete, ein diluviales Dornröschen, seine Erweckung. Es war an einem herrlichen Augustmorgen des Jahres 1908, als die Venus von Willendorf nach viel-tausendjährigem Schlaf die sonnenhelle Wachau wiedersah.“  Dr. J. Bayer im „Neuen Wiener Tagblatt“, 4. 2. 1910

Die Venus mag aus ihrem Schlummer erwacht, aus ihrem Bett gestiegen und die sonnenhelle Wachau betrachtet haben, doch was sie zweifellos nicht tat, ist das, wofür sie einst geschaffen wurde. Vor dem 26.000-jährigen Schlaf stand die Eiszeit-Venus im Zentrum eines über ganz Europa verbreiteten Erdgöttinnenkults. Als solche brachte sie jedes Jahr nach dunklen Monaten Licht, Leben, Fruchtbarkeit und Wachstum. Unser Osterfest trägt noch manche Züge eines heidnischen Frühlingsfestes in sich, das wiederum durch die Aspekte von Wachstum und Fruchtbarkeit einen Venusritus ahnen lässt.

In einem interdisziplinären Projekt mit Mitwirkenden aus den Bereichen Tanz, Schauspiel, Musik und bildender Kunst spüren Feuchte Mutter Erde dem damaligen Venusritus nach


Mit freundlicher Unterstützung von Brandner Schifffahrt.

© NÖ Festival-GmbH

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